Eine Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen e.V.

Historie

Das Kloster:
Auf einem Teil des heutigen Geländes des Wohnverbundes wurde 1188 eine Niederlassung der Zisterzienserinnen aus der Diözese Trier gegründet. Mitte des 13. Jahrhunderts wirkte auch der Hl. Hermann-Josef eine zeitlang hier. Als er starb, wurde er in der heutigen Klosterkirche beigesetzt, wurde aber kurze Zeit später nach Kloster Steinfeld überführt. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster durch einen schweren Brand zerstört. Im 30jährigen Krieg (1618 – 1648) wurde das Kloster erneut ausgeplündert und zu Asche gemacht. 1802, unter französischer Besatzung, wurde das Kloster säkularisiert und verkauft. Seit 1888 befindet sich das Kloster wieder im Besitz einer Ordensgemeinschaft: der heutigen Stiftung der Cellitinnen nach den Regeln des Hl. Augustinus – Severinstraße, Köln.

Die psychiatrische Versorgung von schwer psychisch kranken Frauen war von Anfang an die Hauptaufgabe der Ordensfrauen von Marienborn. Die ersten Kranken wurden bereits im Okt. 1888 aufgenommen. Seitdem wurden hier, ohne Unterbrechung, psychisch kranke Frauen versorgt und behandelt. Seit dem Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden in der Marienborner Klinik auch Männer aufgenommen.

Bis zum Jahr 1999 waren die Einrichtungen des Wohnverbundes in ihrer damilgen Form der Teil des sogenannten „nicht geförderten Krankenhauslangzeitbereiches“. Vor dem Hintergrund der fachlichen Weiterentwicklung der Behandlungs- und Betreuungsangebote der MARIENBORN gGmbH sowie vor dem Hintergrund eines sozialpsychiatrischen Verständnisses von psychischen Erkrankungen, entschied sich die Leitung der MARIENBORN gGmbH im Jahr 2000 dazu, die Betreuungs- und Förderangebote des heutigen Wohnverbundes von den Betriebsleitungsstrukturen der Fachklinik Marienborn abzutrennen. In diesem Zusammenhang wurde eine völlig eigenständige Betriebsleitung gebildet, die den Betrieb des Wohnverbundes nach den gesetzlichen Vorgaben der „Wiedereingliederungshilfe“ führt.

Altar und Josef-StatueBesondere Sehenswürdigkeiten:
Marienstatue aus dem 12. Jahrhundert, in Holz geschnitzt, und eine ebenfalls in Holz geschnitzte Kreuzigungsgruppe des Altars aus dem Jahre 1600.